Nun schon zum zweiten Mal stellten sich Schüler der Schule, Ehemalige, Lehrer und Gäste der Herausforderung, die 100 km „rund um Dresden“ zu bewältigen. Im Vorfeld wurde die Strecke der Jubiläumsveranstaltung etwas verändert. Trotzdem ergaben sich auch in diesem Jahr genau 100 km.
Nach der guten Resonanz des 96`er Jahrganges, vor allem von Seiten der ehemaligen Schüler, war es Ansporn, eine neue Tradition aufzubauen. Leider schafften es unsere Reutlinger Kollegen nicht, mit einer Mannschaft anzutreten, aber wir bleiben hartnäckig im Gespräch. Erfreulich waren die Meldungen der 9. Sowie 11. Und 12. Klassen, die auch unsere sportlichen Mädchen mit verpflichten konnten.
Am Starttag, dem 3. Mai 1997, fanden sich alle gemeldeten Mannschaften pünktlich auf dem Schulhof ein. Unser Schulleiter, Herr Forberg, gab den symbolischen Startschuss und gemeinsam bewegte sich das Starterfeld zum scharfen Start auf die Kleinnaundorfer Straße. Aller fünf Minuten wurde hier unter dem Beifall der Zurückgebliebenen ein Team verabschiedet.
Die ersten Kilometer bis Possendorf vergingen recht schnell, und im lockeren Lauf erfreuten wir uns an der frühlingshaften Umgebung. Auf der Straße nach Kreischa übersahen wir erstmals einen längeren und stellten fest, dass die hinteren Mannschaften schon herangerückt waren und der Abstand zu den Vorgängern nicht kleiner geworden war. Ab Kreisch führte die Strecke kontinuierlich bergauf. Hier wurde unsere Lehrermannschaft gleich von zwei anderen überholt. Bis zur Fähre nach Birkwitz schlossen dann alle Gruppen zu einem geschlossen Feld auf. Die Erholung auf der Fähre währte nur kurz. Vor uns lag der schwerste Abschnitt bis hinauf auf das Schönfelder Hochland. Erste Erschöpfung, leichte Wadenkrämpfe zeigten an, dass schon über 40 km hinter uns lagen. Die Läufer der Mannschaften waren am Berg eindeutig im Vorteil, so dass die Fahrradfahrer bis nach Bühlau eine Aufholjagd starten mussten, um sie wieder einzuholen.
In der Dresdener Heide fielen die ersten Räder aus und mussten repariert werden. Landschaftlich ein Erlebnis, kostete gerade dieser Teil der Tour viel Energie. An der Baumwiese sorgte die fahrende Verpflegungsstation für Erfrischung. Der Tee von Dresden-Menü, einige Äpfel, Studentenfuttert und die Eigenverpflegung sicherten die notwendige Energiezufuhr.
Deutlich gezeichnet durchquerten wir Radebeul. Der feste Wechselrhythmus zwischen Radfahren und Laufen geriet immer mehr außer Kontrolle. Der Anstieg nach Oberwartha ließ schon so manche Frage nach dem Sinn der Schinderei aufkommen. Die liebevolle Betreuung in Oberwartha gab uns Mut zum Weitermachen und so schlichen wir über Höhen, immer das Ziel schon in greifbarer Nähe sehend. Endlich Pesterwitz, von hier ab führt die Strecke über Dölzschen bergab. Der gemeinsame Zielspurt einer erschöpften, aber innerlich gewachsenen Mannschaft, täuschte etwas über unsere Befindlichkeit hinweg.
Besondere Anerkennung verdienen die Jungen der 9. Klasse, die sich in letzter Minute zu einer Teilnahme entschlossen, abgeschlagen und alleingelassen sich über die zweite Hälfte der Strecke schleppten – und ankamen. In gemütlicher Runde beendeten wir unsere Bewährungsprobe und sind sicher im kommenden Jahr wieder mit von der Partie, wenn der Ruf nach „100km-Duathlon Rund um Dresden“ erschallt.
Zu der Ergebnisliste vom II. Mannschaftsduathlon
Matthias Weber




















